Weshalb Sie garantiert nicht befördert werden

Zugegeben, um Karriere zu machen, reichen harte Arbeit und Disziplin bisweilen nicht aus. Es bedarf auch einer ordentlichen Portion Glück. Oder zumindest der Fähigkeit zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, wenn sich Entwicklungsmöglichkeiten auftun. Doch Hand aufs Herz: Die meisten Probleme auf der Karriereleiter sind hausgemacht.

 

Ein klares Ziel. Oder doch nicht?

Nietzsche hat einmal gesagt. „Wenn du ein starkes WARUM hast, erträgst du fast jedes WIE.“ Doch kennen Sie Ihr WARUM wirklich? Was ist Ihr konkretes Ziel? Wer selbiges lediglich schwammig als „Karriere machen“ definiert, braucht sich nicht wundern, wenn mit dem Senior-Titel oder einer Abteilungsleitung vielleicht schon Schluss ist. Oder es schon dafür nicht reicht. Setzen Sie sich besser gestern als heute damit auseinander, was Sie wirklich konkret wollen. Welcher Job in welcher Branche? In welchem Unternehmen welche konkrete Funktion? Und WARUM wollen sie das überhaupt? Was sind Sie bereit dafür zu tun, um dieses Ziel zu erreichen?

 

Einfach mal… MACHEN!

Schön, schön. Das Ziel ist definiert, Ihr WARUM in Stein gemeißelt. Die meisten fangen nun mit dem Träumen an. Wie schön die Welt doch sein wird, sobald man das Ziel erreicht hat. Dabei vergessen sie dabei eines: Man darf auch ins Handeln kommen. Von nichts kommt bekanntlich nichts. Welche konkreten Schritte gilt es zu planen und umzusetzen? In welchem Zeitraum? Wo lauern etwaige blinde Flecken? Wie kommen Sie diesen auf die Schliche und welches Seminar oder welche Fortbildung gilt es zu besuchen, um diese gezielt auszumerzen? Je länger Sie warten, desto mehr Chancen verpassen Sie um zu glänzen und sich für eine Beförderung zu empfehlen. Ihr Zögern ruft auch Ihren inneren Schweinehund auf den Plan. Der erzählt Ihnen dann schon, weshalb es sich gar nicht erst lohnt anzutreten. Aber bedenken Sie: Der Schmerz des Bedauerns und der verpassten Chancen ist im Nachgang wesentlich größer als die Anstrengung, die es kostet JETZT diszipliniert ins Handeln zu kommen.

 

Fokus, Fokus, Fokus

Da wäre auch die Sache mit dem Fokus. Fokussiert soll man bleiben, predigt es von allen Dächern. Sich nicht verzetteln. Doch wie bleibt man konzentriert am Ball und verfolgt das gesetzte Ziel, wenn rechts und links des Wegrandes derart viele spannende Ablenkungen lauern? Weit oben im Ranking: Die konsequente Beschäftigung mit dem Smartphone, der nette Plausch mit Kollegen und die Erledigung irgendwelcher unsinnigen Aufgaben, die gerade ungleich schneller oder leichter von der Hand gehen. Die Ablenkung lauert überall. Ganz besonders dann greift sie heimtückisch an, wenn Dinge erledigt werden wollen, die uns unangenehm sind. Dann, wenn wir genau wissen, dass in der Erledigung dieser Aufgabe ein großer Hebel für unsere Karriere liegt.

Ich bin großartig!

Ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit in allen Ehren. Doch stehen Sie sich vielleicht selbst im Weg? Sind Sie derart von sich selbst überzeugt, dass noch so

wohlwollende Kritik von außen einfach abperlt? Vielleicht täten Sie gut daran offen zu sein für Feedback und die eigene Selbstreflexion. Denn wenn Sie sich überschätzen und nicht bereit sind sich weiterzuentwickeln, ist die Karriereleiter für Sie ganz schnell zu Ende.

 

Gemeinsam stark. Doch mit wem?

Der Stolpersteine nicht genug, wäre da auch noch die soziale Komponente. Kennen Sie die ungeschriebenen Spielregeln des Unternehmens, in dem Sie sich beruflich entwickeln wollen? Wissen Sie die informellen Netzwerke zu nutzen? Mit wem umgeben Sie sich im Job? Sie haben sicherlich davon gehört, dass man der Durchschnitt der fünf Personen ist, mit denen man sich ständig umgibt. Viele vergessen dabei, dass das ebenso für das berufliche Umfeld gilt. Sitzen Sie mittags in der unterhaltsamen Klatsch- und Tratsch-Ecke? Oder schätzen Sie die Gesellschaft der Oberbedenkenträger, die mit Sicherheit morgen noch alles genauso machen werden, wie es vor 30 Jahren schon (falsch) gemacht wurde? Reflektieren Sie Ihr berufliches Umfeld stets kritisch und achten Sie auf die Außenwirkung. Schlechter Einfluss wird sich früher oder später auch auf Ihre Karrierepläne auswirken.

 

Starten Sie. JETZT.

Wenn Sie sich wirklich beruflich entwickeln und Karriere machen wollen, dürfen Sie JETZT in die Gänge kommen. Warten Sie nicht, bis oder ob andere Ihnen Entwicklungschancen auf dem Silbertablett reichen. Werden Sie aktiv, definieren Sie Ihr Ziel bis ins Detail und geben Sie dafür alles. Alleine schon deshalb, um wirklich Ihre eigenen Ziele zu erreichen und nicht zur Marionette für die Ziele anderer zu werden. Denken Sie dran: Erfolg belohnt die Hartnäckigen. Bleiben Sie immer am Ball und offen für neues. Wenn Sie stets an sich selbst arbeiten und diese Bereitschaft auch signalisieren, klappt`s früher oder später auch mit der Beförderung. Und wenn nicht im jetzigen, dann eben im nächsten Unternehmen.

 

 

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Autorin:
Monika Beyer ist selbstständige Projektmanagerin und Expertin für berufliche Entwicklung. Nach einem Unfall mit Aussicht auf Berufsunfähigkeit hat sie beschlossen erst recht durchzustarten und ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen. Heute steht sie mit großer Leidenschaft Young Professionals und Start-ups zur Seite, um ihnen zum beruflichen Erfolg zu verhelfen. Kostenlose Tipps & Ressourcen unter www.beruflich-entwickeln.de

 

Bilder: monkeybusiness/Depositphotos, Monika Beyer

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