Absage fürs Lehramtsstudium: Was kann ich jetzt tun?

Gerade dann, wenn man regional gebunden ist und für sein Studium nicht allzu weit wegziehen möchte – sprich dann, wenn man sich nur auf ein bis zwei Studiengänge bewerben wollte oder konnte – ist es besonders ärgerlich, wenn der Plan nicht aufgeht und eine Absage im (virtuellen) Postfach liegt. Im Falle eines gewünschten Lehramt-Studiums ist das keine Seltenheit, da viele Studiengänge überlaufen sind. Wir erklären, was du in diesem Fall tun kannst. Insbesondere gehen wir auf die Studienplatzklage ein.

 

Nachrücken, Losverfahren, kurzfristige Umentscheidung – Plan B von Vorteil

Mit diesen drei ersten Möglichkeiten gibst du dich mit der Absage zufrieden und hoffst darauf, dass es früher oder später doch noch etwas mit dem Traumstudium wird. Aufgeben ist jedenfalls keine Option, zumal das Lehramtsstudium bei erfolgreichem Abschluss zu den universitären Ausbildungen mit den besten Zukunftsaussichten zählt.

Es lohnt sich daher, einen Plan B zu haben. Schließlich gibt es in Deutschland die Wartesemester und somit die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt das Studium aufzunehmen. Ein alternativer Plan könnte etwa eine Berufsausbildung sein, die nach drei Jahren zu Ende ist und dich ins Aufbaustudium entlässt. Wobei im Falle des Lehramt-Studiums fraglich ist, was genau man als Ausbildung machen könnte. Soziale Berufe bzw. Berufe mit einem Bezug zu Kindern und Heranwachsenden sind eine gute Idee, um sich bereits vor dem Studium auf das Berufsbild des Lehrers vorzubereiten. Für die Überbrückung kommen auch Work-and-Travel-Programme, freiwillige Engagements oder Ähnliches infrage.

Zeitgleich kannst du darauf hoffen, per Losverfahren doch noch an den Studienplatz zu kommen. Erkundige dich ruhig bei der Hochschule, wie realistisch die Chancen sind. Alternative dazu: Falls noch Plätze in anderen spannenden Studiengängen frei sind, kannst du dich eventuell kurzfristig noch für eine andere Fächerkombination entscheiden – bei der Bewerbung musst du allerdings schnell sein.

Studienplatz einklagen – am besten mit Anwalt

Wenn du dich nicht mit der Absage zufriedengeben und um den Studienplatz kämpfen willst, kannst du es mit einer Studienplatzklage versuchen. Auch der Versuch, den Studienplatz einzuklagen, gibt zwar keine Garantie, dass es mit dem Studium klappt, aber sofern ein erfahrener Anwalt die Angelegenheit übernimmt, sind die Chancen deutlich erhöht. Besonders hoch sind die Chancen zum Einklagen des Studienplatzes dann wenn du dich nicht nur an 1-2 Hochschulen beworben hast, sondern an mehreren. So besteht die Möglichkeit, an verschiedenen Hochschulen nachrücken zu können

Renommierte Anwaltskanzleien kennen hier alle Tricks und Kniffe und – noch wichtiger – sind über die Fristen für eine Klage informiert. Da sich diese von Bundesland zu Bundesland recht stark unterscheiden, sind Pauschalaussagen an dieser Stelle nicht möglich. Dieser Artikel kann allerdings erste Anhaltspunkte liefern.

 

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