ACHTUNG: Dieser Chef feuert alle Mitarbeiter!

 

Raphael Stenzhorn geht noch weiter: Er empfiehlt diesen Schritt jeder Führungskraft.

Mittlerweile hat sich der Arbeitsmarkt gewandelt: Es sind nicht mehr die Unternehmen, die sich ihr Personal aussuchen, sondern die Arbeitnehmer suchen sich das Unternehmen aus, in dem sie zukünftig arbeiten möchten. Ebenso sind es die Mitarbeiter, die die Regeln im Unternehmen machen wollen, was für den Unternehmer zunächst bedenklich sein mag. Diesen Wandel vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt müssen die Unternehmen aber für sich nutzen, um in der Zukunft in der obersten Liga mitspielen zu können.

Raphael Stenzhorn stellt diese These nicht aus einem Bauchgefühl heraus auf, sondern greift auf Wissen zurück: Der mehrfach ausgezeichnete Top-Speaker und Bestseller-Autor hat innerhalb von 13 Jahren fünf Firmen gegründet. Seinen enormen Erfahrungsschatz durfte er bei mehr als 150 TV- und Radio-Auftritten mit einem größeren Publikum teilen. Seiner Meinung nach wollen Mitarbeiter gehört werden, ihre Meinung teilen und das Unternehmen gemeinsam groß machen. Um auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen zu können, ist es wichtig, dass man zunächst erkennt, dass es unterschiedliche Typen im Unternehmen gibt.

Raphael Stenzhorn grenzt drei Typen voneinander ab: Es gibt die „Teelichter“, die immer unglaublich viel zu tun haben und erwarten, dass die Unternehmensführung schon alles regelt und Lösungsvorschläge präsentiert, die sie dann eh nicht zufrieden stellen. Auch die Bindung zum Unternehmen ist eher schwach ausgeprägt und motivierte Mitarbeiter werden von der oft vorherrschenden negativen Stimmung der Teelichter schnell entmutigt. Die „Lagerfeuer“ dagegen sind sehr wichtig für jede Firma: Wie ein richtiges Lagerfeuer geben sie beständig Wärme ab, arbeiten also verlässlich und in gleichbleibender Qualität. Sie sind im Großen und Ganzen mit ihrer Rolle zufrieden. Da die emotionale Bindung zum Unternehmen aber nicht so stark ist, besteht die Gefahr, dass sie wechseln, wenn ein anderes Unternehmen mehr Geld oder angenehmere Arbeitsumstände bieten würde. Die „Wunderkerzen“ dagegen sind aus Sicht der „Teelichter“ und „Lagerfeuer“ anstrengend: Sie sind diejenigen, die Ideen haben und Innovationen vorantreiben oder Arbeitsabläufe optimieren wollen. Hier ist die Dosis entscheidend: Zu viel Veränderung kann genauso schädlich sein wie keine Veränderung. Unternehmerinnen und Unternehmer haben hier die Aufgabe, mit den richtigen Führungswerkzeugen die Wunderkerzen hochmotiviert im Unternehmen zu halten.

Um das zu erreichen, wählte er den drastischen Schritt, alle seine Mitarbeiter von der einen zur anderen Sekunde zu feuern – und fünf Sekunden später wieder einzustellen; dieses Mal aber nicht mehr als Mitarbeiter, sondern als Mitunternehmer. Stenzhorn stand nie der Sinn danach, seine Mitarbeiter wirklich zu entlassen – er bezieht das „feuern“ einzig und allein auf das Mindset seiner Angestellten. Ihre innere Einstellung zum Unternehmen wurde somit neu justiert.

Raphael Stenzhorn zeigt in seinen Vorträgen Wege und Möglichkeiten auf, um die guten Leute im Unternehmen zu halten und gibt seine Erfahrung weiter unter dem Motto: „Man muss nicht nur wissen was man tut – man muss vor allem auch tun, was man weiß!“

 

 

Bilder: Stenzhorn

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