Armbanduhren im Berufsleben: Was sie aussagen und welche Fauxpas man vermeiden sollte

Armbanduhren sind immer auch ein Statussymbol. Kaum ein erfolgreicher Manager kommt ohne dieses Accessoire aus. Eine Armbanduhr rundet das Outfit ab und vermag es, so manches Gespräch zu initiieren. Doch bei der Auswahl gilt es einiges zu beachten. Mit unseren Stil-Tipps erspart man sich peinliche Momente im Berufsleben.

Das oberste Gebot: Niemals eine Fake-Uhr tragen!

Das oberste Gebot für das Tragen von Armbanduhren lautet immer: Keine gefälschten Uhren von minderwertiger Qualität kaufen und schon gar nicht ans Handgelenk legen. Zum einen schadet man durch das Tragen von Fälschungen einer traditionsreichen Branche, zum anderen wird man von Kennern sofort entlarvt: „Mehr Schein als Sein“, lautet dann das Urteil kundiger Chefs und Kollegen. So einen Stempel will sich niemand im Berufsleben aufdrücken lassen. Daher: Lieber eine preiswertere Uhr mit eigenständigem Design als den Billigabklatsch einer Rolex tragen. Schon im Einstiegssektor bieten Marken wie Seiko oder Tissot hervorragende mechanische Zeitmesser zu vernünftigen Preisen und mit genügend Eigenständigkeit an. Sogar Uhrenliebhaber mit einer Rolex und Patek Philippe in der Sammlung werden diese Marken zu schätzen wissen, stehen sie doch für traditionelle Uhrmacherkunst, Zuverlässigkeit und Bodenständigkeit. Mit einer sportlichen Taucheruhr von Seiko oder einer schicken Dresswatch von Tissot macht man jedenfalls nichts falsch und zeigt auch mit geringem Budget Klasse und Stilbewusstsein. Wer sich eine echte Rolex leisten kann und möchte, kann das natürlich trotzdem tun, sollte aber nur von vertrauenswürdigen Händlern kaufen, bei zu niedrigen Preisen skeptisch werden und bei günstigen Privatverkäufen in jedem Fall eine Fälschung erkennen können. Worauf es dabei ankommt, verrät dieser Artikel.

Lieber auf Understatement als auf „Bling-Bling“ setzen

Auf Chef- und Managerpositionen ist es durchaus üblich, mit Uhren im hohen vier- oder sogar fünfstelligen Preisbereich für Aufsehen zu sorgen. Teure Uhren dienen auf Konferenzen gerne als Gesprächsthema, sie unterstreichen den Status und das Stilbewusstsein ihres Trägers bzw. ihrer Trägerin. Übertreiben sollte man es aber gerade beim Punkt „für Aufsehen sorgen“ nicht. Mit zu viel „Bling-Bling“ – das sind Uhren, die mit Diamanten geradezu übersät sind oder mit einem gigantischen Goldgehäuse aufwarten – stellt man zuallererst den eigenen Wohlstand zur Schau. Das ist in einem professionellen Umfeld nicht immer sinnvoll, denn damit kommuniziert man vor allem Protz und weniger die Begeisterung für die Uhrmacherkunst oder das Goldschmiedehandwerk. Dass sich Exklusivität und Understatement keinesfalls ausschließen, beweisen Marken wie Girard Perregaux. Die eleganten Dresswatches dieser Manufaktur sind auf spezialisierten Marktplätzen wie Chrono24 beliebte Sammlerstücke. Sie kosten gut mehrere tausend Euro, sehen aber dank des zurückhaltenden Designs niemals protzig aus. Kenner werden eine solche Uhr dennoch sofort erkennen und für ihre Unaufdringlichkeit und die dahinterstehende Uhrmacherkunst zu schätzen wissen.

Uhrenklassiker oder mehr Individualität?

Bei der Entscheidung für eine Uhr steht man schnell vor der folgenden Frage: Lieber eine ikonische Uhr mit hohem Wiedererkennungswert kaufen oder in etwas Individuelleres investieren? Glaubt man diesem Artikel in der WirtschaftsWoche, dann dürfte in einer Gruppe junger Berater oder Banker in jedem Fall an einem Handgelenk eine Rolex zu erspähen sein. Das mag langweilig erscheinen, doch sorgt man mit einer – wohlgemerkt echten – Submariner garantiert für Aufsehen. Solche ikonischen Modelle gelten nicht selten als „Heiliger Gral“ der jeweiligen Uhrengattung. Doch es muss nicht immer die Submariner sein: Viel wichtiger als ein Statussymbol ist, dass man sich mit seiner Uhr wohlfühlt und sie zur eigenen Persönlichkeit passt. Schließlich will man sich nicht für den reinen Wiedererkennungswert „verkleiden“. Wer also einen Klassiker nur kauft, weil es eben ein Klassiker ist, wird sich an den neuen Zeitmesser am Handgelenk nicht so recht gewöhnen. Ist jedoch die Submariner ohne Zweifel das Objekt der Begierde, dann sollte man nicht krampfhaft nach einer möglichst unbekannten Marke suchen, nur um Understatement zu signalisieren, sondern sich einfach an dem kostbaren Schmuckstück erfreuen – selbst wenn der Kollege aus dem zweiten Stock das gleiche Modell trägt.

 

 

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