Diese Baustile liegen derzeit im Trend

Der Bau eines Einfamilienhauses ist für die meisten Menschen die finanziell – und dimensional – größte Anschaffung ihres Lebens. Viele nehmen einen über mehrere Jahre abzuzahlenden Kredit auf. Auf Grund der naturgegebenen schweren Veränderlichkeit der Bausubstanz im Nachhinein ist es für Bauherren von großer Bedeutung, das Haus an der zukünftigen Nachfrage und entsprechenden Trends auszurichten: Hier zählen nicht nur die Architektur bzw. der Baustil, sondern auch die Haustechnik und die verwendeten Baumaterialien. Was genau beim Bau eines Einfamilienhauses in den nächsten Jahren gefragt ist:

Nachhaltige Baustoffe: Öko-Haus

Ganz klar ein großer und lange andauernder, wenn nicht immerwährender Trend, ist Nachhaltigkeit. Die Klimaerwärmung rückt diesen Trend in ein neues Licht und sorgt für eine hohe Priorität. Interessanterweise ist das Haus als „Klimaretter“ eine besonders interessante Lösung, wenn es zu einem großen Teil aus Holz gebaut wird. Holz ist ein natürlicher CO2 Speicher. Damit folgt implizit ein weiterer Trend:

 

Fertighaus

Die meisten Holzhäuser sind Fertighäuser, womit sie besonders nachhaltig und ökologisch sind. Weitere Vorteile von Fertighäusern liegen in der kurzen Bauzeit, dem oft günstigeren Gesamtpreis des Bauvorhabens sowie inzwischen auch in der Langlebigkeit und Robustheit – entgegen früherer Vorurteile. Fertighäuser werden daher immer gefragter werden.

 

Barrierefreiheit und Bungalows

Ein weiterer Trend ist aus der demografischen Veränderung abzuleiten. Die Gesellschaft in Deutschland und anderen gewachsenen Industrienationen altert und immer mehr Menschen suchen nach einer Wohnmöglichkeit im Alter. Barrierefreies Wohnen ist die Antwort, die in vorhandener Bausubstanz normalerweise nur mit großem Aufwand umgesetzt werden kann. Es gibt jedoch Haustypen, welche die Barrierefreiheit funktionsbedingt mitbringen und aus diesem Grund immer gefragter sind: Bungalows.

 

Energieeffizienz: Passiv oder Aktivhaus, Nullenergiehaus

Neben den nachhaltigen Baustoffen ist es im Sinne der Nachhaltigkeit auch wichtig, ein energieeffizientes Haus zu bauen. Glücklicherweise bringt Holz auch hier naturgegebene und sehr zuträgliche Eigenschaften mit, wie beispielsweise einen niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten. Doch mit dem Baustoff alleine ist es nicht getan: Auf die Konstruktion und die Funktion kommt es an. Moderne Heizungen, dreifach verglaste Fenster, gute Isolierungen, per Haussteuerung geregelte Lüftung und Heizung sowie viele weitere Lösungen sorgen bei korrekter Implementierung in die Immobilie für eine höhere Energieeffizienz. Im besten Fall wird damit ein Positivenergiehaus realisiert – ein Haus, welches mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Das kann beispielsweise über Solar- oder Windkraftanlagen sowie Erdwärme als Energiequellen realisiert werden.

 

Smart Home: Modernes Einfamilienhaus

Im Zusammenhang mit den Funktionen für ein energieeffizientes Einfamilienhaus ist es beim Einfamilienhaus bauen auch von großer Wichtigkeit, dass auf den Trend des Smart Home geachtet wird. Im Idealfall wird die Automatisierung von Fenstern, Heizung, Küchengeräten und ggf. auch von den Türen schon im Bauplan berücksichtigt. Hinzu kommen weitere Grundvoraussetzungen wie LAN-Steckdosen in jedem Raum und eine schnelle IT-Infrastruktur. Es ist abzusehen, dass in Zukunft immer mehr Immobilien über eigene Server, Haussteuerungen und weitere IT verfügen werden. Schon jetzt die Vernetzungsgrundlage dafür zu legen, spart später viel Arbeit und verbessert die Nachfrage. Entsprechend liegen moderne Häuser im Trend.

 

 

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