E-Commerce – Wichtige Trends 2020

Die digitale Weiterentwicklung in Deutschland setzt ständig neue Maßstäbe für den Online Handel. Im E-Commerce ist es wichtig, mit der Entwicklung stetig Schritt zu halten. Händler müssen auf Veränderungen reagieren und ihr Angebot zeitgemäß anpassen. Unumstritten ist, dass die Zukunft des Einzelhandels in der Digitalisierung liegt. Der Online-Handel wächst laut Verbraucherstudien immer weiter. Durch technische Innovationen entstehen andauernd neue Trends, die die Möglichkeiten des E-Commerce erweitern und denen man sich anpassen muss, um die Kunden zufriedenzustellen. 

 

Spannende Entwicklungen

Bargeldloses Bezahlen, interaktive Produktpräsentation und Gamification stellen die Weichen für zeitgemäße Verkaufs- und Marketingstrategien. Im letzten Jahrzehnt ist das Vertrauen in die verschiedenen Online-Bezahlmethoden rasant angestiegen. Kunden befürchteten heutzutage weitaus seltener mangelnde Sicherheit und damit verbundenen Betrug. Pioniere unter den Bezahldiensten haben den Weg für zahlreiche Anwendungen bereitet. Es werden in Deutschland zwar immer noch sehr viele Einkäufe mit Rechnung getätigt, doch seriöse Wallets verzeichnen ein beachtliches Wachstum. PayPal wird als sichere Zahlungsmethode unter anderem für Sportwetten, bei E-Bay, vielen Online-Shops und allgemein zum sicheren Geldtransfer genutzt.

Der Markt der E-Commerce Unternehmen wächst weiter und um mit der Konkurrenz Schritt halten zu können, muss man die Innovationen und digitalen Technologien für sich nutzen. Welche E-Commerce-Trends geben 2020 den Ton an?

Das Kundenerlebnis ist einer der Mittelpunkte beim digitalen Shopping. Technische Bausteine von Augmented Reality bis hin zur Ultrapersonalisierung, stehen zur Verfügung, um das Einkaufserlebnis von morgen zu gestalten. 

 

5 Top Trends 2020:

  • Zahlungsmethoden

Was ist die bevorzugte Zahlungsmethode der Deutschen? Noch stehen Einkäufe per Rechnung oben auf der Liste. Doch Zahlungsdienste wie PayPal, Apple Pay, Walmart Pay, Samsung Pay oder auch Android Pay können ein starkes Wachstum verzeichnen. Die Wallets bieten die Möglichkeit für schnelle und einfache Transaktionen. Sicher sind sie dank Touch ID oder anderen Technologien ebenfalls. Daher darf für den E-Commerce-Sektor davon ausgegangen werden, dass diese Zahlungsmethoden weiter an Beliebtheit zu nehmen. Nur wer im Shop auf die verschiedenen Zahlungsoptionen hinweist, stellt seine Kunden zufrieden.

Es ist offensichtlich, dass sich mit der Einführung virtueller Währungen neue Möglichkeiten für den Online-Handel erschließen. Wie die Entwicklung im Einzelnen verlaufen wird, bleibt abzuwarten: Facebook etwa hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen an einer Kryptowährung für die Nutzer von Whatsapp arbeitet.

 

  • Blockchain

Blockchain erlaubt es, Daten sicher zu verschlüsseln, ohne dass dabei eine zentrale Kontrollstelle benötigt wird. Damit hat diese Technologie, die als bisher sicherste für Datenbanken gilt, die bekannte Kryptowährung Bitcoin erst möglich gemacht. 

Viele Unternehmen fokussieren sich auf die Vorteile der Blockchain zur Sicherung von Zahlungswegen, zur Datenverarbeitung und zur Durchführung schnellerer Transaktionen.

Die dezentrale Datenhaltung mit den zahlreichen Replikationen führt zu einer hohen Ausfallsicherheit. Ob in der IT, der Verwaltung oder anderen Unternehmensbereichen: mithilfe der Blockchain lassen sich viele Prozesse optimieren. Schnellere Abläufe und Kostenersparnisse sind möglich.

Auch das Tracking in Logistik und Produktion lässt sich vereinfachen. Durch unternehmensübergreifende Analysen von Daten lassen sich Schwachstellen identifizieren.

 

  • Virtual und Augmented Reality

Virtual Reality wird auch weiterhin Trend sein. Ein einmaliges Einkaufserlebnis entsteht durch virtuelle Interaktion. Anbieter müssen die neuen Möglichkeiten nutzen, um den Erwartungen an die Branche gerecht zu werden. Eine zeitgemäße Produktpräsentation, die detailliert und anschaulich ist, wird vom Kunden verlangt. Auch die Retourenrate lässt sich durch solche Präzision verringern. 

Unternehmen, die bei der Präsentation ihrer Produkte von Augmented und Virtual Reality profitieren, lassen sich hierbei einiges einfallen. Bei Ikea kann sich der Kunde durch 3D-Darstellungen ein Bild davon machen, wie z. B. ein Möbelstück im Raum aussehen würde.

So wird dem Kunden dabei geholfen, eine bessere Kaufentscheidung treffen zu können.

Die Augmented Reality entwickelt sich rasant und der Trend wird wohl auch noch das Jahr 2020 maßgeblich beeinflussen.

 

  • Mobile Commerce

Immer mehr Nutzer greifen mobil auf Onlineshops zu. Viele Kunden verwenden ihr Handy nicht nur, um Transaktionen abzuwickeln, sondern der gesamte Kaufprozess erfolgt zu einem immer größer werdenden Teil mobil. So werden vor allem die mobilen Applikationen in puncto Nutzerfreundlichkeit entscheidend sein. Nun sollte vermutlich auch 5G in Deutschland im Verlauf von 2020 flächendeckend verfügbar sein. 

Dank der schnelleren Download-Geschwindigkeit, können dann Videoinhalte und Augmented Reality in verstärktem Maße verwendet werden.  Der Mobile Commerce und 5G eröffnen Möglichkeiten einer neuen virtuellen Einkaufswelt.

 

  • Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz und Machine Learning sind ein durchschlagender Trend für 2020. Die verwendeten Algorithmen machen es möglich, Analysen und Reaktionen so anzupassen, dass individuelle Abläufe möglich sind. Die Analyse von Daten aus einer Datenbank oder von Sensoren bildet die Grundlage.  

Ein immer persönlicheres Einkaufserlebnis wird möglich. Die Vorstellung personalisierten von virtuellen Modeberatern wurde von Amazon bereits umgesetzt. In den USA hat das Unternehmen den Echo Look vorgestellt. Ein virtueller Assistent gibt auf Grundlage von Algorithmen und dem Wissen eines Stylisten Modeempfehlungen ab.

Auch Chatbots basieren als intelligente Technologie auf maschinellem Lernen. Wenn Kunden in einer virtuellen Umgebung mit einem Algorithmus chatten, anstatt mit einer realen Person, macht dieser dies für die Kunden bei Serviceanfragen oder Produktsuchen keinen großen Unterschied. 

 

Kaufverhalten

Die Art des Einkaufs ändert sich. Das Kaufverhalten ist nicht immer vorherzusehen, aber es sind Tendenzen sichtbar. Kaufinteressenten wollen interagieren und spielerisch in den Prozess eingebunden werden. Die Kunden zeigen vermehrte Neigung zum Channel Hopping und Voice Commerce. Auf Social-Media-Plattformen wird so mancher Einkauf nebenbei getätigt. Sprachassistenten können einem Online-Shop mehr Nutzerfreundlichkeit bringen. Das Bestellen per Sprachbefehl liegt eindeutig im Trend. 

Nur wer sich schnell anpasst und den wechselnden Anforderungen gerecht wird, kann auf dem wachsenden Markt Bestand haben. Auch die Automatisierung der Versandlogistik wird zu einer großen Aufgabe werden, denn das Paketvolumen nimmt weiter massiv zu. Digitale Anbieter (wie etwa Sendcloud) helfen den Versandprozess deutlich zu erleichtern. Einige der kommenden Herausforderungen betreffen den Händler individuell, andere werden die gesamte Branche etwas angehen. In jedem Fall bleibt es spannend.

 

 

Bilder: Depositphotos.com/prykhodov, weerapat