Fernweh als Beruf: Karriere im Hotelgewerbe

Der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Er setzt jährlich mehr um als Einzelhandel oder Maschinenbau. Dabei boomen vor allem Branchen, die sich um das Wohlbefinden der Gäste kümmern: Gastgewerbe und Hotellerie.

Rund 2,9 Millionen Menschen sind im Tourismusgewerbe beschäftigt. Mit einer Bruttowertschöpfung von 105,3 Milliarden Euro hat er einen Anteil von 3,9 Prozent am gesamten deutschen BIP. Laut Deutschem Tourismusverband (pdf) sind es gar nicht die ausländischen Reisenden, die das meiste Geld im Land lassen, sondern die Deutschen selbst.

Spitzenreiter bei den Übernachtungen ist Bayern. Gerechnet auf die Einwohnerdichte ist Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Seenplatte und der Nähe zur Ostsee das tourismusintensivste Bundesland. Am häufigsten werden Übernachtungen in Berlin, München und Hamburg gebucht – Städte, in denen das ganze Jahr über das Leben pulsiert und die zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie einzigartige Events bieten. Es ist wenig überraschend, dass Berlin auch in der Liste der touristisch nachgefragtesten Städte in Europa einen Top-10-Platz belegt.

Freundliches Lächeln für internationale Karriere gesucht

Tourismus- und Hotelgewerbe können sich seit einiger Zeit Jahr für Jahr erneut über positive Entwicklungen freuen. Mit 47 % ist das Hotel nach wie vor die meistgebuchte Unterkunft. Trotz der wachsenden Konkurrenz verzeichnen Betriebe steigende Nachfrage und wachsende Besucherzuwachs. Entsprechend suchen sie vor allem eines – gutes Personal.

Die GCH Hotel Group beispielsweise, die mehr als 120 Hotels in ganz Europa führt, investiert viel in Menschen, die eine Karriere in ihrem Unternehmen anstreben. Das rasante Tempo, in dem sich der Tourismus-Business verändert, gepaart mit steigendem Wettbewerb, Kostendruck und den komplexer werdenden Erwartungen der Gäste, machen das Hotelgewerbe zu einem so spannenden wie herausfordernden Tätigkeitsfeld.
Neu ist für viele Bewerberinnen und Bewerber, dass Hotels neben dem fachlichen Know-how besonders auf den Charakter achten. „Die Persönlichkeit der Angestellten macht 80 Prozent, das technische Know-how 20 Prozent aus“, bestätigt Julius Anders, ausgebildet in Tourismus-Management und bereits im Alter von 30 Jahren Manager zweier großer Hotelbetriebe in Berlin. Freundlichkeit, aber auch Flexibilität sind zentrale Kompetenzen für Arbeitnehmer in der Hotellerie. Das Beispiel von Julius Anders zeigt: Wer engagiert ist und seine Arbeit liebt, hat Chancen auf eine internationale Karriere.

Tourismus Check-in: Viele Wege führen zum Erfolg

Eine Ausbildung in Tourismus und Hotellerie führt über die Schulbank, ein duales Studium mit praktischer Betriebserfahrung oder ein berufsbegleitendes Studium. Verschiedene Fernstudien ermöglichen die Fortbildung neben dem Job und öffnen im Fall einer beruflichen Neuausrichtung Perspektiven. Aber auch ein Quereinstieg ist im Tourismusgewerbe nicht ungewöhnlich.

 

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