Geschäftspartner aus fremden Kulturen

Vielen fällt es ja schon im privaten Alltag schwer, sich mit manchen fremden Kulturen auseinanderzusetzen. Oft liegt es dabei an Verständigungsschwierigkeiten, hartnäckigen Vorurteilen, mangelnder Rücksicht und fehlendem Verständnis und Interesse für das „Fremde“. Nicht jedem fällt es so leicht, sich weltoffen zu zeigen, was natürlich schade ist. Wer sich aber doch überwindet und den unvoreingenommenen Kontakt sucht, wird schnell merken, dass es in der Kommunikation mit anderen Kulturen vor allem darum geht, seine eigene Sicht zu überdenken und die persönlichen Werte nicht als Maß aller Dinge anzusehen. Denn das, was in unserem Kulturkreis als selbstverständlich und auch oftmals als natürlich angesehen wird, kann woanders eine ganz andere Bedeutung haben. Für manche mag es dann eine Herausforderung sein, sich mit den eigenen Werten auseinanderzusetzen und diese nicht für selbstverständlich zu halten.

Was schon im Privatleben eine Herausforderung sein kann, ist natürlich im Geschäftsleben mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger. Denn heute gehören internationale Geschäftsbeziehungen meist zu unserem beruflichen Alltag dazu, doch der Umgang mit anderen Kulturen stellt trotzdem eine große Herausforderung dar. Was man vielleicht mit inländischen Geschäftspartnern noch gut und souverän hinbekommt, muss mit Personen aus anderen Kulturen noch lange nicht funktionieren. Es können Fragen wie zum Beispiel, „wie geht man mit dem Fremden um?“ oder „wie wird mein Auftreten von anderen gedeutet?“, auftreten. Wichtig ist, dass man Menschen aus anderen Kulturen nicht beurteilt. Helfen kann dabei, sie richtig kennenzulernen.

 

Wo es häufig zu Konflikten kommt

Natürlich gibt es nahezu in jedem Land eine ähnliche Thematik, die bei einer Nichtbeachtung den anderen vor den Kopf stoßen könnte. Es gibt auch nicht immer nur den Deutschen oder den Russen. Man sollte dabei nicht vergessen und schauen, welches Individuum gerade vor einem steht und wie die Situation tatsächlich ist. Aber sicherlich gibt es einige generelle Unterschiede unter den Kulturen, die man in Erfahrung bringen kann. Wenn man mal bei dem Beispiel, russische Geschäftspartner bleibt, kann es sehr hilfreich sein, etwas Recherche zu betreiben. Denn, was vielleicht noch bei Westeuropäern oder Amerikaner üblich ist und gilt, trifft für russische Geschäftsbeziehungen eher nicht zu. Russische Geschäftspartner verhandeln eher auf russische Art. Man sollte beispielsweise nicht immer alle Versprechungen so ernst nehmen, sondern sie eher als Perspektive sehen.

 

Schon die Begrüßung kann schwierig werden

Oft kann man schon bei der Begrüßung von ausländischen Gästen in ein Fettnäpfchen treten. Denn es werden zwar in den meisten westlichen Ländern traditionell die Hände zur Begrüßung geschüttelt, aber das ist im Gegensatz bei vielen asiatischen Kulturen nicht üblich. Eine Verbeugung ist hier eher angebracht. Wir Deutsche empfinden einen kräftigen Händedruck und das dem Gegenüber in die Augen schauen als ein gutes Benehmen. Uns kann es dann eher irritieren, wenn zum Beispiel dann ein Chinese eher lasch zugreift und bei der Begrüßung auf den Boden blickt. Das hat aber aus der Sicht eines Chinesen nichts mit schlechtem Benehmen oder Unsicherheit zu tun. Im Gegenteil, nach chinesischen Maßstäben ist dieser sogar sehr gut erzogen.