Homeoffice: 4 Tipps zur Produktivitätssteigerung

Der Anteil an Beschäftigten, die zumindest ab und zu im Homeoffice arbeiten, nimmt stetig zu. Kein Wunder, denn die Digitalisierung schafft immer mehr Jobs, die ortsunabhängig erledigt werden können. Das Arbeiten von zu Hause bietet diverse Vorteile, erfordert aber viel Selbstdisziplin und gute Organisation. Welche Tipps helfen, die Produktivität im Homeoffice zu steigern?

Einer Befragung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zufolge arbeiten 38 Prozent aller Arbeitnehmer regelmäßig oder in Ausnahmefällen im Homeoffice. Die Vorteile sind zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit mit Familie, Freizeit und Ehrenamt. Außerdem ersparen sich viele Arbeitnehmer dadurch den Pendelstress und arbeiten produktiver; zudem werden sie seltener krank als ihre Bürokollegen, wie eine Studie der Stanford-Universität ergab.

 

1. Ablenkungen widerstehen

Fernsehen, Hausarbeit, Surfen im Internet: Im Homeoffice lauern viele Versuchungen, die von der Arbeit ablenken können. Diesen können Homeoffice-Mitarbeiter widerstehen, indem sie sich klare Deadlines und Tagesziele setzen. Sie müssen lernen, alles, was nicht mit der Arbeit zu tun hat, um sich herum auszublenden. Schnell die Wäsche zu waschen, Geschirr zu spülen und ein, zwei YouTube-Videos anzuschauen ist eine zeitraubende Form von Prokrastination, die früher oder später zu Frust und Zeitdruck führt.

 

2. Arbeitszeiten und Pausen festlegen

Wer seine Arbeits- und Pausenzeiten selbst festlegt, sollte an die Pausen denken. Denn regelmäßige Erholungsphasen sind für die Produktivität wichtig. Einmal stündlich aufstehen, sich ein Glas Wasser holen und etwas Bewegung zwischendurch erhalten die Gesundheit und verschaffen einen klaren Kopf. Spätestens nach sechs Stunden sollte man sich eine längere Auszeit von mindestens 30, besser 60 Minuten gönnen. Ein Aufenthalt an der frischen Luft fördert die Konzentration und reduziert Stress.

Zudem gilt: Eine feste (Kern-)Arbeitszeit, die Mitarbeiter im Homeoffice täglich einhalten, hilft, Privates und Berufliches voneinander zu trennen und Freiräume zu schaffen. Kollegen, Kunden, Chefs, Mitbewohner und Familienmitglieder sollten diese Kernarbeitszeit kennen und respektieren.

 

3. Co-Working hilft gegen Isolation

Eine mögliche Vereinsamung bei langfristiger Arbeit von zu Hause aus ist die Kehrseite der Medaille. Mehr als die Hälfte der Probanden der Stanford-Studie gaben an, nach mehreren Monaten Heimarbeit unter zunehmender Isolation zu leiden. Daher empfehlen die Wissenschaftler, Homeoffice nicht verpflichtend einzuführen, sondern den Beschäftigten die Wahl zu lassen, ob sie im Büro oder von zu Hause aus arbeiten wollen.

Für Selbstständige und Freiberufler könnte das hier beschriebene Co-Working-Konzept interessant sein. Der flexible Arbeitsplatz in einem Business-Center oder einem Coworking-Space ist ein guter Mittelweg zwischen Arbeiten im Homeoffice und im Büro.

 

4. Funktionalen Wohlfühlarbeitsplatz einrichten

Um im Homeoffice produktiv zu arbeiten, sollte das Umfeld stimmen. Dazu gehören gute Lichtverhältnisse, ein ergonomischer Stuhl und ein aufgeräumter Schreibtisch in passender Höhe. Ideal ist ein abgetrennter Arbeitsraum, der funktional eingerichtet ist und möglichst effektiv Geräusche von außen isoliert. Doch auch wenn kein Extraraum zum Arbeiten da ist, sollte der Arbeitsbereich möglichst klar vom Wohnbereich getrennt sein und vor allem genügend Licht, Platz und Ruhe bieten. Darüber hinaus muss selbstverständlich die technische Ausstattung einwandfrei funktionieren, um reibungslos arbeiten zu können. Ein No-Go ist es, die Couch als Arbeitsplatz zu nutzen, da auf Dauer sowohl die Konzentration als auch der Rücken dabei leiden.

 

 

Bild: Depositphotos.com/ViktoriaSapata