Hugo Egon Balder im Interview

Das Ausnahmetalent über Komik, Karriere und Showbusiness

Du bist ja schon ein Stück deutscher Kultur- und Fernsehgeschichte.
Kultur würde ich aufpassen, das ist ja immer schwierig.

 

Wie definierst du das? Anders?
Ich spiele ja viel Theater. Wenn wir mit unseren Theaterstücken im Feuilleton der Süddeutschen vorkommen würden, müssten wir uns Gedanken machen. Da finden wir ja nicht statt, weil wir ja Humor machen. Und Humor darf ja in der Kultur – zumindest was das Feuilleton angeht – nicht stattfinden. Deswegen ist Humorkultur immer so schwierig.

 

Aber du wirst ja jetzt bald 70, das ist ja schon ein großes Lebenswerk.
Ja, aber da denkt man im Alltag nicht so drüber nach. Warum sollte ich das tun? Nein, im Gegenteil, ich wundere mich mehr, dass ich da immer noch irgendwelche Jobs bei Sat1 kriege.

 

Du hast ja deine Karriere als Schlagzeuger begonnen. Kann man das so sagen? Das waren doch deine ersten Auftritte auf der Bühne. Und Frank Otto hat mir mal erzählt, die Schlagzeuger sind in der Regel immer die eher Organisierten, die auch im Hintergrund so die Fäden ziehen, eigentlich gar nicht so die Rampensau.
Nö, Schlagzeuger sind ja immer hinten, nie vorne.

 

Genau. Du bist ja dann irgendwann Moderator geworden. Warum eigentlich? Du hast ja auch mit mehreren Bands Musik gemacht und Theater gespielt.
Das kam alles später. Birth control habe ich 1966 gegründet. Die gibt es heute noch, obwohl nicht mehr in der Urbesetzung. Ende 68 bin ich ausgestiegen, aus zwei Gründen. Erstens, weil ich mit unserem Bassisten einen Autounfall hatte und zweitens, weil meine Eltern gesagt hatten, es reicht jetzt. Ich bin auch ganz froh, dass es so gekommen ist, sonst wäre ich…

 

 

 

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Bild: Christian Holthausen