Jay-Z beeindruckt Warren Buffet

Was haben ein 80-jähriger, weißer Millionär und ein halb so alter, afroamerikanischer Rapper gemeinsam? Die Liebe zum Investmenttango und eine Begeisterung dafür, das Praxiswissen an andere weiterzugeben. „Jay unterrichtet in einem sehr viel größeren Klassenraum als ich es jemals tun werde. Für eine junge, heranwachsende Person ist er der Typ, von dem man lernen sollte“, empfiehlt Warren Buffet, der sich gern mal über einem Erdbeermilch-Shake mit dem Musiker und Vielunternehmer unterhält.
Jay-Zs Karriere liest sich wie der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär – nur sehr viel zielstrebiger. Aufgewachsen in den berüchtigten Marcy Housing Projects in Brooklyn dealte er Drogen bevor er begann, sich mit Musik einen Namen zu machen. Darauf aufbauend veröffentlichte er 1996 sein Debutalbum „Reasonable Doubt“ und gründete zu diesem Zweck direkt sein eigenes Label namens Roc-A-Fella Records. So gewann er in den letzten zehn Jahren 22 Grammy Awards, hatte 14 Nr. 1 Alben und verdiente 500 Millionen Dollar. Er selbst sagt dazu: „Hip-Hop war von Anfang an immer zielgerichtet.“ Als schlauer Unternehmer beschloss er früh, mehrere Eisen im Feuer zu haben. Die Idee dahinter: Warum mit seinem guten Namen für fremde Firmen werben, wenn er seine Bekanntheit auch nutzen konnte, um seine eigenen Produkte zu bewerben? Ein Beispiel dafür ist der Musik-Streamingservice Tidal, die Modelinie Rocawear, die er 1999 ins Leben rief und 2007 für 204 Millionen Dollar verkaufte oder seine Anteile an D’Ussé Cognac. Außerdem investierte er in Kunst, Immobilien, mit Jayz Liquors in Alkoholika und daneben auch in Firmenanteile beispielsweise von Uber.
Sein Superproducer Kasseem „Swizz Beatz“ Dean, der ihn schon lange kennt meint dazu: „Wenn er jetzt schon Millionär ist, stellt euch vor, was er am Ende sein wird, er hat nämlich gerade erst angefangen.“

 

 

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