Die großen Erfolge von Lagerfeld bleiben ewig in Erinnerung

Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist gestorben. Das habe das Modehaus Chanel in Hamburg bekanntgegeben, informiert das Online-Nachrichtenportal tagesschau.de.  Lagerfeld trat während der Chanel-Modenschau in Paris im vergangenen Monat nicht auf. Das löste Spekulationen über seine gesundheitliche Verfassung aus.

Lagerfeld hat nach Angaben von tagesschau.de mehr als ein halbes Jahrhundert Modetrends gesetzt. Seit den 1950er-Jahren brachte er große Couture-Häuser wie Balmain, Patou, Chloé und Fendi in die Erfolgsspur. Der Modezar erzählte in Interviews, er habe sich schon als Kind für Kleider begeistern können. Ab dem Jahr 1983 arbeitete er als Kreativdirektor bei Chanel. Von da an ging es für das französische Mode-Unternehmen bergauf. Lagerfelds Mode zeichnete sich durch einen eleganten, minimalistischen und innovativen Stil aus. Er legte klassische Schnitte neu auf, kreierte Looks und ließ die schönsten Models über die Laufstege schreiten. Zu denen gehörte das deutsche Topmodell Claudia Schiffer.

Wie alt Lagerfeld wurde, ist nicht ganz klar

Wie alt Lagerfeld tatsächlich geworden ist, ist unklar. So berichtet das Online-Portal ndr.de, dass Lagerfeld zuletzt behauptet habe, er sei im Jahr 1935 geboren worden. Davor habe er jedoch mal gesagt, er gehöre zum Jahrgang 1938. Die Schuld für diese Ungereimtheiten gab der Modeschöpfer seiner Mutter, die in offiziellen Dokumenten Zahlen geändert haben soll.

Der Beginn seiner erfolgreichen Laufbahn

Die Erfolgskarriere Lagerfelds begann dem Norddeutschen Rundfunk zufolge 1954. In dem Jahr mischte er bei einem internationalen Design-Wettbewerb mit. Mit seinem selbst gestalteten Wollmantel gewann er den Wettbewerb. Der Sieg bedeutete für ihn den Einstieg in die Pariser Modewelt. Lagerfeld wurde Assistent des berühmten Modeschöpfers Pierre Balmain, der den Wollmantel in seine Kollektion aufnahm. Lagerfeld verkaufte ab 1984 Parfüms und Kleidung unter seinem Namen. Er war ein Workaholic, seine preußische Disziplin kam ihm dabei zugute, dass er sogar nachts seine Mode gestalten und sich mithilfe von vielen Büchern ein umfangreiches Wissen aneignen konnte.

Dass er ein Egoist war, gab Lagerfeld offen zu. So zitiert ndr.de eine Aussage Lagerfelds aus einem Interview so: „Ich interessiere mich nur für mich selbst und mein Spiegelbild.“  Darüber hinaus war er sehr sprunghaft in seinem Handeln: Was er an einem Tag gestaltete, konnte er oft am nächsten schon nicht mehr leiden. Diese Sprunghaftigkeit bekam auch Claudia Schiffer zu spüren.  Plötzlich brach er die Zusammenarbeit mir ihr ab, aber im Jahr 2007 passte sie wieder in sein Konzept.

Lagerfelds Steiff-Teddy rückte ins Rampenlicht

Für Aufsehen sorgte Lagerfeld nicht nur mit Kleidung und Parfüms, sondern auch als Porträtfotograf und Kostümbildner für Theater und Oper.  Ins Rampenlicht rückte vor allem sein Steiff-Teddy, der Lagerfelds maßgeschneiderten Anzug im Miniatur-Format und seine Sonnenbrille trug. Ihn können Interessierte noch heute im Einzelhandel kaufen.  Seine Leidenschaft für Bücher führte dazu, dass Lagerfeld den Buchladen und  Verlag 7L in Paris gründete.  Mit dem deutschen Verleger Gerhard Steidl hob der gebürtige Hamburger 2010 die Lagerfeld-Steidl-Druckerei aus der Taufe. In seiner Geburtsstadt fiel Lagerfeld zuletzt 2017 auf, weil er eine Chanel-Kollektion in der Elbphilharmonie vorstellte.

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