Welche Versicherungen braucht man im Leben?

Viele Versicherer werben immer wieder damit, dass der Verbraucher für nahezu alle Situationen im Leben die richtige Absicherung braucht. Dabei ist fraglich, ob dies wirklich den Tatsachen entspricht? Schließlich kann man in der heutigen Zeit alles versichern: Die Arbeitskraft, alle möglichen Gegenstände in Haus und Hof, Immobilien, das Auto, Unfälle, Rechtsschutz und vieles mehr.

Wenn wir Menschen alle Sachversicherungen, die diverse Versicherungsgesellschaften anbieten, sofort unterschreiben würden, würden von unserem Konto hohe Beiträge abgebucht werden. Vielmehr stellt sich die Frage: Welche Versicherungen braucht man wirklich? Außerdem sollte sich jeder Mensch selbst die Frage beantworten, wo man seine Versicherung abschließt. Mittlerweile sind viele Gesellschaften von Versicherern im Internet sehr preisgünstig in ihren Angeboten. Braucht der Verbraucher also niemals einen Ansprechpartner in Sachen Versicherung und ist mit einer Hotline zufrieden, kann er durchaus alles im Netz abschließen.

Unser kleiner Ratgeber stellt Ihnen nun diverse Versicherungen vor. Fakt ist: Sie selbst entscheiden sich für oder gegen den jeweiligen Tarif der speziellen Versicherung. Ist wirklich jede Versicherung fürs Leben?

 

Private Haftpflichtversicherung – das A und O im Leben

Was bezahlt eine private Haftpflichtversicherung? Diese Art von Versicherung ist in meinen Augen die wichtigste, die der Verbraucher unbedingt schon in jungen Jahren abschließen sollte. Warum? Die Privathaftpflicht zahlt grundsätzlich Schäden aller Art an fremden Personen und Gegenständen, die Sie zu verantworten haben. Sollten Sie also ein Kamera der Freundin zerstören, wird dieser Schaden in der Regel von der Haftpflichtversicherung übernommen.

Noch gravierender ist der Schaden bei Personenschäden. Wenn zum Beispiel ein Kind unachtsam auf die Straße läuft und dabei einen Personenschaden verursacht, der gesundheitliche Folgen für den Geschädigten mit sich bringt, werden diese Kosten von der privaten Haftpflicht übernommen. Dabei zahlt man kaum mehr als 100 Euro Prämien im Jahr, um vollen Versicherungsschutz zu genießen. Sie sehen: Diese Versicherung ist für jeden Bürger in meinen Augen mehr als sinnvoll. In der Regel sind minderjährige Kinder in den Versicherungsschutz der Eltern mit integriert.

 

Kfz-Haftpflicht – Pflichtversicherung in Deutschland

An diesem Beispiel sehen Sie schnell: Diese Art von Versicherung ist Pflicht im Deutschland, damit ein Auto zugelassen werden kann und Sie damit fahren können. Diese Haftpflichtversicherung fürs Fahrzeug bezahlt alle Schäden am gegnerischen Auto – Sie sehen also: Hier ist auf der Straße zumindest alles abgesichert, was rund um das Fahrzeug an Schaden des anderen Fahrzeuges entstehen kann. Eigene Schäden am KfZ hingegen werden von Voll- oder Teilkasko-Versicherung übernommen. Wichtig ist oft für den soliden Deutschen: Alle Schäden am gegnerischen Fahrzeug müssen unbedingt bezahlt und abgewickelt werden können. Hier steht diese Versicherung gerade.

 

Hausratversicherung – muss man sie haben?

Natürlich kann auch zu Hause immer einmal das ein oder andere Problem entstehen. Wasserschäden, kleine Schäden rund um die Elektronik und vieles mehr können von der Hausratversicherung übernommen werden. Wie der Name der Versicherung schon signalisiert: Alles was Ihren Hausrat betrifft, ist in der Regeln in diesem Versicherungsschutz enthalten. Doch Vorsicht: Es gibt, wie bei jeder Versicherung, viele Detailfragen rund um die Hausrat.

Muss sich der Hausrat im Haus befinden und fester Bestandteil der Wohnung sein? Wie sieht es mit Fahrrädern und Möbeln aus, die beschädigt werden oder kaputt gehen? Leider bezahlen die Hausratversicherung meist nicht alles, was bei Ihnen zu Hause durch Wasserschäden und Co kaputtgeht. Natürlich sollte man diese Versicherung, auf die Wohnung abgestimmt, dann abschließen, wenn sich teure und gute Gegenstände im Hausrat befinden. Die Prämien sind meist nicht allzu hoch anzusetzen. Sie werden unter anderem nach der Wohnungsgröße berechnet.

 

Brauchen wir alle eine gute Altersversorgung?

Wir haben Ihnen ein paar Sachversicherungen vorgestellt, die man, in meinen Augen, durchaus abschließen sollte. Jetzt stellt sich die Frage, wie es rund um Ihre Altersvorsorge aussieht. Reicht die gesetzliche Rente im Alter aus oder braucht jeder von uns noch eine Lebens- oder Rentenversicherung?

Viele Gesellschaften werben damit, dass man unbedingt einen monatlichen Sparvertrag in eine Versicherung einrichten sollte. Hier wird eine Summe gut angelegt, die Sie später im Alter für sich nutzen können. Dabei ist Ihr Leben noch mit abgesichert. Völlig klar – Was ist, wenn dem Hauptverdienen etwas zustößt und er plötzlich durch einen Unfall verstirbt? Wie geht es dann weiter, wenn sein Verdienst ausfällt? Die Tragödie ist oft groß, wenn ein Schicksalsschlag die Menschen überrollt.

Ist das Leben abgesichert, zahlt die Lebensversicherung in einer Summe die abgeschlossene Versicherungssumme bei Todesfall. Somit ist schon einmal für ein kleines, finanzielles Polster gesorgt.

Außerdem sollte man tatsächlich für seine Rente im Alter etwas ansparen. Schließlich werden die gesetzlichen Rentenkassen geplündert, wenn die Menschen immer älter werden und immer weniger Beiträge in die Kassen bezahlt werden. Berufsstarter steigen in der Regel viel später als noch vor vielen Jahren in den Job ein. All diese Faktoren belasten unser Rentensystem.

Genau deshalb wird zur Altersvorsorge immer wieder empfohlen, sich selbst auf solide Beine zu stellen.

 

Ist dafür die Lebens- oder Rentenversicherung die beste Anlagemöglichkeit?

Hierüber scheiden sich die Geister. Schließlich sind die Renditen rund um die Versicherung nicht immer sehr gut. Deshalb legen viele Versicherungsgesellschaften die Kundengelder mittlerweile in Fonds oder am Aktienmarkt an. Hier werden auf Dauer bessere Renditen erzielt als bei klassischen Sparverträgen oder Rentenprodukten.

Was ist in Sachen Altersvorsorge die oft bessere Alternative zur Lebens- und Rentenversicherung? Investieren Sie gleich in einen lukrativen Aktienfonds. Natürlich besteht bei dieser Geldanlage kein Todesfallschutz, dafür sind die Renditen oft deutlich besser. Diese Fonds werden in einem Depot verwahrt und können monatlich bis zur Rente angespart werden. Für welchen Fonds Sie sich dabei entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Fakt ist: Auf lange Sicht schlägt die Aktienanlage in den meisten Fällen jede Anlageform mit festen Zinsen. Über Aktienanlagen kann jeder Verbraucher hier nähere Informationen finden: https://www.aktienkaufen.com

 

Unfallversicherung – nur etwas für Sportler?

Nun stellen wir die Unfallversicherung vor, die vor allem bei Unfällen eine Prämie an den Geschädigten bezahlt. Viele Sportler können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, wenn eine Sportverletzung eintritt und sich im Leben plötzlich alles verändert. Sie können für eine längere Zeitspanne nicht mehr arbeiten oder Autofahren. Daneben treten noch Finanzlöcher hervor, wenn die Krankheit durch Unfälle Geld kostet. In der Regel bezahlt den Verdienstausfall die Krankenkasse, wenn Sie im Angestelltenverhältnis dadurch abgesichert sind. Allerdings verursachen viele Unfälle noch deutlich größere Probleme. Was ist, wenn Gliedmaßen fehlen oder Sie durch schwere Unfälle im Rollstuhl sitzen?

Hier sollten Sie zumindest finanziell abgesichert sein. Der Abschluss der Unfallversicherung kann deshalb von einer bestimmten Zielgruppe durchaus in Erwägung gezogen werden.

 

Rechtsschutzversicherung – wer geht nicht einmal im Leben zum Rechtsanwalt?

Viele Versicherer werben damit, dass eine Rechtsschutzversicherung fürs Leben sehr wichtig sei. Ist dem wirklich so? Wann steigt diese Versicherung mit ein, kann man bei jedem Rechtsstreit mit der Übernahme der Versicherungsprämie rechnen? Nein – so einfach ist das nicht. Bestimmte Themen wie Scheidung werden von diese Versicherung nicht übernommen. Außerdem muss man Anwaltskosten im Vorfeld erst einmal bezahlen, bevor die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt. Bei dieser Art von Sachversicherung sollte man genau das Preis- Leistungsverhältnis überprüfen, bevor die Versicherung abgeschlossen wird. Die Prämien sind nicht immer günstig, außerdem ist es wie bei vielen Versicherungen: Im Ernstfall windet sich die Versicherungsgesellschaft oftmals, die Kosten zu übernehmen.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – sie bezahlt nicht immer

Was ist, wenn Ihre Arbeitskraft ausfällt und Sie aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr im Job stehen? Hier werben viele Versicherer mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei wird monatlich eine Summe angespart, die dann in einer Rente wieder ausbezahlt wird, wenn Sie nicht mehr arbeiten können. Natürlich ist diese Art von Versicherung für den ein oder anderen Verbraucher Gold wert. Dennoch sind die Prämien, die einbezahlt werden müssen, in der Regel sehr hoch. Ausbezahlt wird oftmals nur eine kleine Summe der Beiträge, wenn die Berufsunfähigkeit nicht eintritt. Was ist, wenn Sie tatsächlich nicht mehr arbeiten können? Nicht selten wird dann diese Rente der Versicherung zu einer kleinen Vermögensspritze für den Geschädigten. Dennoch prüfen hier viele Gesellschaften ganz genau, ob der Versicherungsfall eintritt. Schließlich ist es wie immer, wenn´s um Geld geht: Bezahlen will die Versicherung selten freiwillig den Schaden des Verbrauchers.

 

Fazit

Man sieht sehr schnell: Versicherungen sind nicht immer sinnvoll und günstig. Es gibt über- und unterversicherte Bürger. Fakt ist jedoch, dass ein paar Basics in meinen Augen sehr wichtig sind. Dazu gehört die Haftpflicht- und auch die Hausratversicherung mit dazu. Ähnlich wie bei einem Auto diese Versicherung Pflicht ist, sollten auch Sie sich absichern. Was denken Sie darüber?

 

 

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