Wie kann man Vermögen aufbauen trotz niedriger Zinsen?

Immer wieder wird es propagiert: Niedrige Zinsen bestimmen den Markt. Was für Kreditnehmer lukrativ und durchaus interessant ist, ist gleichzeitig das Leid für den Vermögensanleger. Wenn niedrige Zinsen den Markt bestimmen, bekommt der Verbraucher schließlich fast kein Geld mehr an Zinsertrag für seine Ersparnisse. Genau deshalb sind andere Substanzwerte gefragt, die dennoch auf Dauer erfolgversprechende Chancen aufzeigen: Die Sachwerte.

Was sind Sachwerte? Als Sachwertanlagen bezeichnet man die Investition in Immobilien, Aktien oder Rohstoffe. Hier gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, wie das Geld in Form dieser Anlageformen angelegt werden kann. In unserem kleinen Guide stellen wir Ihnen die Anlageformen näher vor und sind uns sicher, dass Ihnen diese Erklärungen neue Inspirationen in Sachen Vermögensanlage liefern. Neugierig?

 

Mit Aktien Geld verdienen – wie geht das?

Natürlich würden wir am liebsten in der heutigen Zeit der niedrigen Zinsen 10 % Ertrag oder mehr pro Jahr erwirtschaften. So einfach ist das leider nicht, schließlich gibt es keine guten Ertragschancen am Geld- und Kapitalmarkt, wenn man keinerlei Risiko eingehen möchte. Anders formuliert: Sie können sich nicht unter die Dusche stellen und dabei nicht nass werden.

Wer also in Aktienanlagen sein Vermögen schnell vermehren möchten, wird die Schwankungen an der Börse aushalten müssen. Es gibt in der Kursentwicklung Ups and Downs, was Sie an jedem Aktienchart die letzten Jahre auf einen Blick schnell erkennen können.

Insofern darf man hier nicht ein schnelles Geheimrezept verraten, wie es Ihnen gelingt, mit Aktien einfach und in kurzer Zeitspanne Ihr Vermögen zu vermehren. Es kommt eben immer darauf an.

 

Aktien kaufen und lange liegen lassen

Eine Weisheit an der Börse ist, dass Sie Ihr Vermögen mit Zeit für sich arbeiten lassen sollten, wenn Sie in Form von Aktien Ihr Geld vermehren möchten. Was sagten schon viel Börsenprofis immer und immer wieder? „Aktien kaufen, ein paar Jahre schlafen, wieder aufwachen und sehen, dass sich das Geld vermehrt hat!“ Wer mehr in Sachen Geldanlagen erfahren will, kann sich hier informieren: Aktiendepot.com/cfd-handel-erfahrungen

Diese Regel sollten auch Sie bei der Geldanlage in Form von Sachwerten beachten. Wenn Sie Ihr Geld langfristig in Aktien anlegen, die gute Substandwerte darstellen (zum Beispiel DAX Titel) macht es wenig Sinn, den Kurs täglich zu verfolgen.

Nur Spekulanten handeln mit einem Depot, in dem Sie traden und täglich an der Börse mit Limitkäufen und -verkäufen agieren. Das kostet Zeit, Nerven und Sie sollte hierbei jede Menge an Fachwissen mitbringen. Wenn Sie sich nicht permanent mit Geld und Vermögensanlage beschäftigen möchten, ist es sinnvoller, sich solide Einzelwerte oder Fonds ins Depot zu legen. Hier ist es nicht erforderlich, sich täglich mit den Börsenkursen zu befassen. Wie erwähnt, sollten Sie jedoch vor allem eines bei der Aktieninvestition mitbringen: Zeit!

Wie sieht es mit Immobilien aus?

Viele Anleger schwören auf die „gute, alte Immobilie“ wenn sie ihr Geld langfristig für sich arbeiten lassen möchten. Bei der Investition in ein Objekt sollte man jedoch bedenken, dass die Summen, die für den Immobilienkauf aufgebracht werden müssen, meist sehr hoch sind. Dabei kommt vielen Investoren das niedrige Zinsniveau sehr gelegen. So fällt es vielen Verbrauchern sehr leicht, sich für einen Zinssatz von ca. 2 % zu verschulden und die monatliche Belastung der Darlehensrate aufzubringen.

Grundsätzlich gibt es drei Arten, sich Sachwertanlagen der Immobilie zu erwerben:

1. Das Eigenheim, das selbst bewohnt wird
2. Die vermietete Immobilie, die finanziert wird und die Mieteinnahmen Erträge darstellen
3. Der offene oder geschlossene Immobilienfonds

Für welche Art der Investition Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Während viele solide Bürger in ganz Europa selbst Ihr Reihenhäuschen beziehen möchten, weil sie sich die Miete ersparen wollen, kaufen vor allem Kapitalanleger Objekte, die sie an fremde Personen vermieten. Dabei sollte man sich unbedingt im Vorfeld informieren, wo Sie investieren. Die Wohnung oder das Häuschen sollten gut vermietbar sein. Städte wie Stuttgart, München oder Hamburg erweisen sich hierbei als gute Lage, in der immer Mietraum gesucht wird.

Es kommt bei der Immobilieninvestition also vor allem auf eines an: Die Lage, die Lage, die Lage!
Außerdem gilt auch in Sachen Immobilien: Investieren Sie stets auf eine lange Sicht. Wer schnell sein Geld vermehren möchte, sollte die Finger von der Immobilienanlage lassen. Schließlich sind die aufzubringenden Nebenkosten schon mit mehr als 5 % nicht zu verachten.

Auf Immobilienfonds sollte man nur zugreifen, wenn man einem Fondsmanager die Auswahl der Objekte überlassen möchten. Diese Fonds werden hier nicht näher erklärt. Fakt ist, dass hier zwar auch kleine Investitionssummen möglich sind, Sie jedoch keinerlei Mitspracherecht haben. Bitte kaufen Sie diese Fonds nur, wenn Sie sich umfassend in Sachen Immobilienfonds informiert haben.

 

Wie sieht es mit Gold, Silber und anderen Edelmetallen aus?

Gold ist die Krisen-Währung schlechthin. Kennen Sie den Spruch von Opa? „Ich habe mir schon immer einen kleinen Goldbarren und paar Silbermünzen in den Safe als Reserve gelegt!“ Ja – natürlich sind Edelmetalle Substanzwerte, die als sicher gelten. Doch ist das wirklich so?

Sehen Sie sich bitte einmal einen langfristigen Chart vom Gold an. Hier wird schnell klar: Auch dieser Preis schwankt ganz erheblich. Somit steht schnell fest: Auch mit Gold wird man niemals schnell und ganz ohne Risiko reich werden. Der Preis schwankt ähnlich stark wie der von Aktien. Außerdem muss man bei der Investition in alle Edelmetalle, die Sie sich ins Schließfach legen möchten, bedenken: Die Spanne des Kurses zwischen An- und Verkauf klafft weit auseinander. Bei Münzen kommen Kosten für die Prägung dazu, die nicht nur den reinen Wert des Edelmetalls widerspiegeln.

Somit sieht man auf einen Blick: Gold und Silber sorgen eher für das Thema „Sicherheit“ und ein „Gutes Gefühl“ beim Anleger als dass sie schnelle Renditen versprechen. Wenn wir wieder in Währungskrisen mit Euro oder mit anderen Währungen geraten würden, ist Gold sicher als solider Substanzwert nicht zu verachten.

Die „wundersame Geldvermehrung“ werden Sie jedoch mit keinem Edelmetall erleben. Auch in Sachen Gold, Silber und Co gilt: Bitte bringen Sie einen langfristigen Anlagehorizont mit. Dann sind Edelmetalle zur Beimischung im Vermögen (ca. 5 %) durchaus für den ein oder anderen Investor eine gute Option.

Diversifikation heißt das Zauberwort

Nicht selten wird immer wieder propagiert: „Mischen Sie Ihr Vermögen“ oder „Niemals alle Eier in einen Korb legen!“

Ja, genau das ist die Lösung, damit man sein Vermögen auf Dauer gut vermehren kann. Es macht also keinerlei Sinn, all seine Ersparnisse nur in Aktien anzulegen. Außerdem ist Liquidität für jeden Menschen wichtig. Das heißt unter anderem: Wer all sein Geld in eine Immobilie gesteckt hat, kann nicht spontan über Barmittel verfügen. Oftmals benötigen wir jedoch für Reparatur von Auto oder anderen Gegenständen Geld. Wenn wir dann eine Immobilie verkaufen müssten, wäre das ein denkbar schlechter Weg. Deshalb gilt im Grundsatz:

Halten Sie eine Reserve, die Ihnen ein gutes Gefühl verschafft.

Viele Bürger möchten ca. 5.000 Euro stets auf dem Girokonto wissen. Man weiß ja nie, was alles kommen kann, oder? Jedenfalls liegt dieses Polster an Liquidität, das für jeden Verbraucher wichtig ist, immer bei einer anderen Summe. Etwas Freiraum sollten Sie jedenfalls bei einer flexiblen Geldanlage durchaus genießen. Viele Banken in der Filiale oder Internetbanken bieten daher ein Tagesgeldkonto an.

Welche Mischung ist für Sie die genau richtige?

Wie Sie außerhalb dieser Reserve Ihr Vermögen mischen, bleibt Ihnen überlassen. Fakt ist, dass Sie niemals alles auf ein Pferd setzen sollten. Eine Pizza schmeckt schließlich auch nicht, wenn sie stets mit den gleichen Zutaten belegt wird, oder? Es gehören Käse, Gewürze, Kräuter, Gemüsesorten und, je nach Geschmack, auch Schinken, Salami oder Fisch auf die Pizza! Dabei ist es sicher mehr als ungesund, stets die genau gleich belegte Pizza zu essen. Genau so sollten Sie es auch mit der Geldanlage betrachten: Mischen Sie Ihr Vermögen so, wie Sie sich wohlfühlen. Wer bei Aktien kein gutes Gefühl hat, sollte die Finger davon lassen. Wenn Sie Vegetarier sind legen Sie sich auch keinen Schinken auf die Pizza.

Wichtig ist jedoch, dass Sie sich abwechslungsreich und gesund ernähren, und das auf Dauer. Wie kann der Vergleich auf Ihr Vermögen umgelegt werden? Wählen Sie die Mischung aus Sparanlage, Wertpapieren in Form von Aktien, Immobilien oder Rohstoffen, die genau zu Ihnen passt. Dabei sollten Sie stets bei allen Arten von Sachwerten den langfristigen Anlagehorizont fokussieren. Wenn Sie selbst Ihre Risikobereitschaft herausfinden möchten, legen Sie auf eine bedarfsgerechte Beratung einer Bank wert. Allerdings gibt es zu diesem Thema auch solide Checklisten im Internet.

Fazit

Sie sehen: Vermögensanlage in der heutigen Zeit ist nicht so schwierig. Bitte nehmen auch Sie es nicht hin, dass kaum mehr Zinsen am Markt bezahlt werden. Welche Sachwertanlagen sprechen Sie dabei besonders an?

 

 

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