Wohlstand: Sei ein Geldmagnet

Alex Fischer spricht im Interview mit Julien Backhaus über seine Erfolgsstrategie

 

Alex, es gibt Menschen, die kommen über die Runden und Menschen, die verdienen mehr, als sie je ausgeben könnten. Du gehörst zur zweiten Sorte. Ihr seid doch bestimmt mit besseren Genen ausgestattet und hattet eine Kindheit mit Privatschule oder?

Wenn finanzieller Erfolg etwas mit dem Genpool zu tun hätte, dann würde ich heute wie ein Beamter verdienen: Meine Eltern sind nämlich beide Lehrer. Ich habe auch keine Privatschule genossen, dafür habe ich aber bayerisches Abitur absolviert. Ich habe auch nie ein Studium auf einer Hochschule belegt, da mir die praktische Anwendbarkeit immer sehr wichtig war.

Tatsächlich hast Du aber mit Deiner Frage schon Recht: Finanzieller Erfolg hat sehr viel mit Wissen über Finanzen, Geld, Immobilien, etc. zu tun. Leider wird dieses Wissen jedoch nicht an der Schule oder Uni gelehrt, man bekommt es nur von  Leuten, die aus der Praxis sind und es vorgemacht haben. Dort habe ich mein Wissen her. Ich hatte bis zu 29 Mentoren, die ich bei viel Kaffee wie eine Zitrone ausgequetscht habe um an das wertvolle Wissen zu kommen. Die einzelnen Empfehlungen habe ich alle in der Praxis persönlich getestet, manche noch verbessert und einige selbst herausgefunden. Die Quintessenz davon habe ich in meinem Buch „Reicher als die XXXXXX“ veröffentlicht.

Als ich begann das Buch zu schreiben, fiel mir eine Sache ein, die ich bereits vor Jahren entschieden hatte: Ich wollte eines Tages meinem Sohn eine Art Wissensvermächtnis machen. Angenommen, der liebe Gott würde zu mir sagen „Alex, Du hast 450 Seiten um alles Wichtige reinzuschreiben was Du Deinem Sohn mitgeben möchtest, was stünde darin?“ Also habe ich das gesamte Buch nochmal überarbeitet und auf ein sehr persönliches Niveau angehoben. Darum ist dieses Buch für mich auch eine Herzensangelegenheit, denn das Leben ist zu kurz als dass jede einzelne Person das ganze Wissen im Laufe seines Lebens für sich selbst herausfinden bzw. erforschen muss. Und es gibt meiner Meinung nach kein Buch, das alle Kettenglieder des persönlichen und finanziellen Erfolgs beschreibt. Die meisten Bücher beschreiben nur Einzelsegmente wie Marketing, Verkauf, Kontaktaufbau, etc. Darum dieses Buch.

 

Eines der Kapitel in deinem Buch heißt „Geldmagnet“. Kann man tatsächlich ein Magnet für Wohlstand werden?

Das ist eine sehr interessante Frage. Ich hätte es selber nicht für möglich gehalten. Einer meiner weisesten Mentoren aus den USA hat mir einst das Prinzip erklärt. Ich habe die Gesetze zum „Geldmagnetismus“  über 20 Jahre getestet und kann nun sagen,­ dass ich weiß, wie der Hase läuft.
Ich bekomme täglich Erfolgsberichte von Leuten, die mir sagen, dass es nahezu gruselig ist, wie der Geldmagnet, wie ich es in meinem Buch beschrieben habe, funktioniert. Es würde aber zu weit führen, hier das komplette Prinzip des Geldmagneten zu erklären.

 

Man hat ja schon oft gehört, dass man das anzieht, was einem im Kopf vorgeht. Warum fällt es einem so schwer, sein Denken zu verändern?

Viele beziehen sich hierbei auf das sogenannte Gesetz der Anziehung. Ich persönlich halte das für gefährlich. Es ist zwar wahr, dass man nur das bekommen kann, was man sich auch vorstellen kann, aber nur durch das Visualisieren von Zielen wird einfach nichts passieren.
Was den Erfolg ausmacht, sind zwei Punkte:
1. Man muss das Ziel klar vor sich sehen können, als wenn es schon erreicht wäre. Es darf keine Verallgemeinerungen oder „Vielleichts“ enthalten.
2. Dann muss man das Ziel (Achtung: Auch hier muss man wissen, was überhaupt ein Ziel ist.) mit Energie versorgen.

Aus dem Physikunterricht wissen wir, dass Materie nichts anderes als zusammengepresste Energie ist. Ein Beispiel dafür ist das Metall Uran, das die Eigenart besitzt, instabile Materie zu sein, die man durch leichte Aktivierungsenergie wieder in den Energiezustand zurückversetzen kann, welches dann zu einer Explosion führt. Es ist also enorm wichtig zu wissen, welche Aktionen man machen muss und wie man ein Ziel richtig energetisiert. Auch muss man erkennen lernen, ob man Fortschritte macht oder ein totes Pferd reitet.
Der Grund, warum es einem oft so schwer fällt, das Denken zu verändern ist, dass die Art zu denken so selbstverständlich ist, dass sich nur die wenigsten Leute die Mühe machen, die eigenen Denkprozesse zu analysieren. Man sollte wissen, welche Streiche einem der Verstand spielen kann und was der ideale Denkprozess wäre. Erst dann kann man seinen Denkprozess verändern und alte Muster löschen.

 

Viele sagen, sie wissen nicht, was ihre große Passion ist. Damit könnte man reich werden, aber wie findet man diese Geldmaschine?

Steve Jobs sagte „Follow and live your purpose“. Er vergaß nur leider zu sagen, wie man ihn findet oder ihn lebensfähig macht. Es ist schön, wenn man weiß, dass man Künstler sein möchte, aber schlecht, wenn man keine Vorstellung davon hat, wie man seine Kosten decken soll. Der Schlüssel, den ich nach vier Jahren Suche fand, war, dass es mir immer schwerfiel herauszufinden, was ich will. Dagegen ist es allerdings sehr leicht herauszufinden, was ich nicht will. Die grundlegende Herangehensweise dabei ist es, eine sogenannte Hassliste zu erstellen (das, was man in seinem Leben und in seinem Job überhaupt nicht mag) und diese dann ins Gegenteil umzuformulieren. Danach hat man zwar immer noch nicht seine Bestimmung gefunden, jedoch weiß man zumindest die Himmelsrichtung. Meine Erfahrung ist die: Wenn man wirklich seine grundlegende Bestimmung kennt und ihr folgt, dann fallen einem alle Ziele sehr leicht und es beginnt zu „flutschen“. Handelt man jedoch gegen seine eigene Passion, so stoppt man sich unwissentlich selber.

 
Aus welchem Antrieb bewegst­ du dich heute noch? Du könntest auf den Bahamas rumliegen und das Luxus­leben genießen.

Verleger Julien Backhaus im Interview mit Alex Fischer

Die Antwort hierzu gebe ich eigentlich in meinem Buch „Macht Geld wirklich glücklich und was ist Glücklichsein?“. Ich dachte auch immer, dass es erstrebenswert wäre, viel Geld zu haben und dann nichts mehr zu tun. Leider führt es in die Depression. Es gibt sieben ganz konkrete Knöpfe, an denen man drehen kann um wirklich glücklich zu sein. Einer dieser Knöpfe ist es, kreativ zu sein und etwas zu erschaffen, das Wert für die eigene Umgebung hat. Wenn man selber nichts mehr beiträgt oder erschafft, sondern nur noch konsumiert, könnte man sich eigentlich gleich in die Antidepressionsklinik einliefern lassen. Eines kann ich wirklich sagen:­ Wenn Du Deiner Passion folgst, in meinem Fall ist es Dellen ins Universum zu hauen, indem ich die nicht vorhandene Lebensunternehmerausbildung in die Gesellschaft trage, dann macht es einen so unglaublichen Spaß, dass man es auch nicht mit einem Karibik­urlaub tauschen wollen würde. Für mich ist es einfach ungemein befriedigend und motivierend, die Veränderung zu sehen, die ich mit doch relativ wenig Aufwand bewerkstelligen kann:

Ein Buch zu schreiben ist zwar sehr viel Arbeit, vor allem, wenn man dies mit hoher Qualität tun möchte. Verglichen mit den Auswirkungen bei den zehntausenden von Lesern ist es geradezu fantastisch. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch das Recht hat frei und glücklich zu sein und der einzige Weg dorthin anwendbares, getestetes Wissen ist. Das ist auch der Grund, warum ich die erste Auflage meines Buches gegen minimalen Kosten­ersatz verschenke, siehe  www.alex-fischer-duesseldorf.de/buch.

 

Bilder: Interview/WTV

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